VERANTWORTUNGSVOLLER DELFIN-TOURISMUS

PROJEKT VON:
Dolphin Watch Alliance
9200 Gossau SG
Schweiz
www.dolphinwatchalliance.org

Das Problem

Das Beobachten von Tieren in freier Wildbahn ist ein Tourismuszweig der in den letzten Jahren sehr stark zugenommen hat. Bis zu geschätzten 440 Millionen Menschen weltweit beobachten die Natur und ihre Wildtiere hautnah, wobei ein Ende dieses Booms nicht in Sicht ist. Im Gegenteil: Schätzungen sprechen von einer Verdoppelung der Besucher in den nächsten 50 Jahren. Auch in der Region um Hurghada und El Gouna, Ägypten, ist das „Schwimmen mit wilden Delfinen“ in den letzten Jahren zu einer äusserst beliebten Attraktion geworden. Das Geschäft mit den Wildtieren läuft so gut, dass der Druck auf die ansässigen Tiere über die Jahre kontinuierlich gestiegen ist: Getreu dem Motto „Quantität vor Qualität“ veranstalten aktuell etwa 80 Anbieter mit jeweils mehreren Ausflugsbooten Delfintouren.

Dies hat gravierende Folgen für die ansässigen Delfine: täglich folgen ihnen unzählige Boote oft stundenlang in rasantem Tempo kreuz und quer ohne den benötigten Sicherheitsabstand zu verschiedenen Riffen. Touristen springen unkontrolliert von Booten mitten in die Delfingruppen, wollen sie berühren und setzen sie enormem Stress und dem Risiko von Verletzungen und Infekten aus. Der Handlungsbedarf ist groß, denn die Forschung der Dolphin Watch Alliance zeigt: gerade die Riffe, die Anlaufpunkte vieler Ausflüge, sind für die Delfine sehr wichtig. Hier schlafen sie in den Nachmittag hinein, pflegen Freundschaften, säugen die Kälber und betreiben Spiel und Körperpflege.

Die Idee

Mit dem Bewusstsein der Schlüsselrolle der Delfine als einen der Top-Räuber in marinen Ökosystemen, setzt sich die Dolphin Watch Alliance für einen nachhaltigen Delfintourismus vor Hurghada/El Gouna ein. Ihre Forschung vor Ort schafft wichtige Entscheidungsgrundlagen für eine Regulierung dieses boomenden Geschäfts. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Behörden werden effiziente Schutzmaßnahmen erstellt und deren Umsetzung beobachtet. Workshops zeigen der lokalen Bevölkerung auf, was ihr wirtschaftliches Wohlergehen mit einer gesunden Delfinpopulation zu tun hat.

Dazu kommt eine umfangreiche Tourismusarbeit – sei es vor Ort in Ägypten oder auf Messen und Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Hier wird unter anderem gezeigt, woran Touristen einen verantwortungsvollen Delfintouren-Anbieter erkennen können.

Erfolge und Zielsetzung

Mit der Einführung und Umsetzung von Eintrittsgebühren in die Schutzzonen soll das Projekt „Schutzzonen“ im nördlichen Roten Meer zu Ende geführt werden. Gekoppelt wird dies mit weiteren Workshops. Mit zusätzlicher Unterstützung der Medien-Beiträge, wie beispielsweise BBC, ZDF oder SRF Einstein, konnten in den letzten Jahren einige wichtige Erfolge im Bereich Delfinschutz verbucht werden. So wurden in Ägypten unter anderem Schutzzonen an zwei Riffen eingeführt, an welchen der Bootsverkehr eingeschränkt wurde. Überall gilt der von der Dolphin Watch Alliance entwickelte „Code of Conduct“, eine Sammlung von verbindlichen Regeln für Boote und Schwimmer in Delfinnähe. Beides wird durch Patrouillen der Ranger des Red Sea Nationalparks kontrolliert. Zudem beantragte die Organisation 2017 die Einführung von Eintrittsgebühr für Delfintouren in die Schutzzonen. Dem wurde nun offiziell entsprochen und die Einführung soll dieses Jahr umgesetzt werden. Die so generierten Gelder werden für den Aufbau eines nachhaltig verwalteten Delfintourismus-Sektors eingesetzt, der mit verschiedenen Kooperationspartnern in Ägypten langfristig die Einhaltung der Schutzzonen und des „Code of Conducts“ sichern soll.

Mit der Einführung und Umsetzung von Eintrittsgebühren in die Schutzzonen soll das Projekt „Schutzzonen“ im nördlichen Roten Meer zu Ende geführt werden. Gekoppelt wird dies mit weiteren Workshops der Dolphin Watch Alliance zum Thema „Code of Conduct“ und „Schutzzonen“, wobei eine Menge an Arbeitsmaterialien in diversen Sprachen (v.a. Deutsch, Englisch und Arabisch) benötigt werden.

Die Spendenverwendung

Die Dolphin Watch Alliance finanziert ihre Arbeit durch Spenden und Sponsoren. Die langjährigen Partner decken beispielsweise die Kosten für das gesamte Tauchequipment sowie Bootsmiete, Bootscrew, Treibstoff, Reparaturen, Bewilligungen und die Unterkunft des Kampagnenteams vor Ort. Die Produktion von Arbeitsmaterialien wie Workshop-Unterlagen, Flyer, Broschüren oder Stickers fallen dabei unter zusätzliche Kosten, die mit zusätzlichen Spenden abgedeckt werden müssen.

Gesamtbedarf: € 9.400 (Darin enthalten sind alle Arbeiten angefangen von Text und Layout über Übersetzungen bis zu den Druckkosten – siehe hierzu die beiliegende Budgetübersicht)

Aufgrund des hohen Engagements der Organisation und ihrer Mitarbeiter und der Beispielwirkung für die Tourimusindustrie wird sich OCEAN HEROES an den Kosten beteiligen.

Wenn Du/Ihr mitmachen wollt, zu unserem Shop ab 1.10.2019 sind es nur zwei Klicks.